Wer sind wir?

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Die Mahnwache für Frieden Dresden versteht sich als Diskussionsplattform zur Behandlung jeglicher Thematiken rund um den Frieden. Während der Auslöser für unsere Demonstrationen die Ukrainekrise und die damit verbundene (von vielen als einseitig wahrgenommene) Berichterstattung der etablierten Deutschen Presse war, sprechen wir mittlerweile über Alles, was in unseren Augen einen Bezug zu einer friedlicheren Welt hat. Von der Analyse geostrategischer Konflikte über Themen des alltäglichen Zusammenlebens und Konsumierens bis hin zu philosophischen Fragestellungen sind wir für ein breites Themenspektrum offen.

Wir haben ein offenes Mikrofon an dem jede/r reden kann, die/der sich an ein paar grundlegende Regeln hält (siehe unten). Unser Ziel ist es, in Dresden eine regelmäßige Plattform für sachlichen, respektvollen und möglichst unideologischen Diskurs zu schaffen! Viele Debatten zu gesellschaftlich-politischen Themen laufen heutzutage innerhalb von Gräben in den Köpfen ab. Man lässt sich auf das Argument des Anderen kaum ein, weil dadurch das eigene Weltbild bedroht wird und an dem eigenen Weltbild auch immer ein Stück weit die eigene Identität hängt. Von diesen Ego-Mechanismen wollen wir wegkommen. Wir möchten lernen, an Themen unvoreingenommen und stets offen heranzugehen, möchten uns austauschen und gemeinsam konstruktive Wege für eine bessere Welt beschreiten.

Da bei uns grundsätzlich jede/r sprechen kann, haben wir einen simplen Regelungsmechanismus eingebaut: Jede/r BesucherIn der Mahnwache kann sich eine „rote Karte“ nehmen. Wenn man diese bei einem Redebeitrag hochhält, heißt das, dass man mit dem Beitrag oder einer Aussage darin nicht einverstanden ist. Nach der Rede hat man dann die Möglichkeit zu Gegenrede bzw. Kritik. So entsteht auch oftmals eine lebendige Diskussion am Mikrofon. Wenn mehr als die Hälfte der Anwesenden rote Karten hochhalten, kann ein Redebeitrag auch abgebrochen werden.

Dadurch versuchen wir auch ein uns wichtiges Prinzip umzusetzen: Aktivität statt Passivität! Wir alle können lernen, uns selbst zu aktivieren, uns nicht nur über dieses und jenes aufzuregen, sondern selbst die Initiative zu ergreifen! Die Mahnwache ist kein Platz zum reinen „Konsumieren“. Es geht nicht darum, sich von Reden berieseln zu lassen, die das eigene Weltbild füttern, sondern um kritische und aktive Reflexion und Diskussion des Gesagten. Wir möchten gemeinsam erlernen, aus unserer Passivität auszubrechen und das uns allen innewohnende positive Potenzial zur Entfaltung zu bringen. Niemand muss Angst davor haben, von den Anwesenden aufgrund seiner/ihrer Rede angefeindet oder ausgelacht zu werden! Wir alle haben klein angefangen und lernten Stück für Stück dazu … und sind dabei noch lange nicht am Ende. Das Leben besteht daraus zu lernen ein positiver und fähiger Mensch zu sein – und genau diesem Prozess möchten wir Raum geben.

Regeln:

  • Keine menschenverachtenden oder gewaltverherrlichenden Beiträge.
  • Bitte nutzt die Mahnwache nicht als Werbeplattform für Institutionen. Jeder kann hier als Mensch seine Meinung äußern, dafür ist es jedoch nicht nötig Werbung für Parteien, Vereine oder Organisationen zu machen. Wenn ihr einen thematischen Bezug zu solchen Institutionen herstellen möchtet oder Veranstaltungshinweise geben wollt ist das legitim, bitte agiert dabei aber stets als Mensch mit eigener Meinung und nicht als Vertreter einer politischen Interessengruppe. Das gilt sowohl für Reden als auch für Flyer oder Plakate und Schilder. Wenn eine konkrete Partei oder Organisation sich der Mahnwache mit gutem Grund vorstellen möchte, darf dies gern im Vorfeld bei uns angemeldet und abgesprochen werden.
  • Gewaltfreie Kommunikation. Bitte kennzeichnet eure Meinung als eure Meinung und propagiert keine absoluten Wahrheiten, denn die hat niemand von uns. Wir möchten einen unideologischen Diskurs.
  • Bitte entsorgt am Ende euren Müll, da wir den Veranstaltungsort ordentlich wieder verlassen möchten.

Auf unseren Veranstaltungen ist keinerlei Platz für rassistische, faschistische oder sexistische Äußerungen! Wir behalten uns vor, Personen die solches oder anderweitig menschenverachtendes und gewaltverherrlichendes Gedankengut äußern, des Platzes zu verweisen.


Zwar begreift sich die Mahnwache Dresden primär als Diskussionsplattform, auf der ein respektvoller und konstruktiver Diskurs gepflegt wird. Trotzdem sehen wir es als notwendig an, einen inhaltlichen Forderungskatalog aufzustellen, der unseren kleinsten gemeinsamen inhaltlichen Nenner darstellt. Über eine umfangreiche Umfrage und lange Diskussionen sind wir zu folgenden Positionen gelangt:

Wir fordern:

– Stopp Deutscher Kriegsbeteiligung und das Verbot von Rüstungsexporten
– Keine Bundeswehreinsätze im Ausland – Die Bundeswehr hat eine Verteidigungsarmee zu bleiben!
– Kein Drohnenkrieg von Deutschem Boden!
– Keine Atomwaffen auf Deutschem Boden!
– Respekt vor dem Leben statt Ausbeutung und Profitzwang
– Politik für das Allgemeinwohl statt Lobbyismus und Korruption
– Humanismus statt Kapitalismus

Diese Forderungen bilden grobe Richtungsweiser zu denen wir uns bekennen. Natürlich werden diese weiter aufgeschlüsselt bis hin zu konkreten Forderungen. So können interessierte Besucherinnen und Besucher aber schon unsere grundlegende inhaltliche Ausrichtung einschätzen.

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